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90jähriges Gründungsjubiläum des Bauhauses
Max Burchartz und Werner Graeff

Ausstellungen zu Werner Graeff und Max Burchartz in den Meisterhäusern des Bauhauses, Dessau (Prof. Dr. Gerda Breuer)

20. Februar bis 18. April 2010

Graeff (1901–1978) wurde in Wuppertal geboren. 1921 wurde er Student am Bauhaus in Weimar und wenig später Mitglied der Gruppen De Stijl und der Novembergruppe. Graeff war ein Multitalent und neben seiner Arbeit als Künstler auf vielerlei Feldern tätig. So entwickelte er Partituren und Drehbücher für experimentelle Filme, stellte Karosserieentwürfe aus und war mit Hans Richter und anderen Begründer der Zeitschrift „G“. 1925–33 war er Mitglied des Deutschen Werkbundes und einer seiner wichtigsten Propagandisten. 1926 wurde er Pressechef der Ausstellung „Die Wohnung“ auf der Weißenhofsiedlung in Stuttgart, für die er die Begleitbände „Bau und Wohnung“ und „Innenräume“ betreute. 1929 erschien zur Werkbundausstellung „Film und Foto“ sein bekanntestes Buch „Es kommt der neue Fotograf!“, ein praktischer Leitfaden zur neuen Fotografie. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten emigrierte Graeff nach Spanien und in die Schweiz, kehrte nach dem Krieg aber nach Deutschland zurück und wurde 1951 Leiter der Fachklasse für Fotografie an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen. Zugleich nahm er erfolgreich die freie Kunst wieder auf.

Burchartz (1887–1961) wurde in Wuppertal geboren. Hier besuchte er unter anderem zunächst die Kunstgewerbeschule in Elberfeld und die Textilfachschule in Barmen, bevor er von 1907–10 an der Kunstakademie Düsseldorf studierte. Als junger Künstler arbeitete er in München, Berlin und Paris. Zu Beginn der zwanziger Jahr siedelte er nach Weimar über, wo er lebhaften Anteil am Bauhaus nahm und sich mit Theo van Doesburg und De Stijl auseinandersetzte. 1923 beendete Burchartz jedoch die freie künstlerische Arbeit, übersiedelte ins Ruhrgebiet und wandte sich der Werbegrafik zu. Das zusammen mit Johannes Canis gegründete Reklamebüro „werbebau“ vertrat damals sehr erfolgreich eine moderne Typografie und Gestaltung. Burchartz entwarf aber auch Hausgerät, fotografierte und war als Publizist tätig. 1927 wurde er Professor für Werbegrafik und Fotografie (später Fotografie) an der Folkwangschule für Gestaltung Essen, 1931 wurde er in den Vorstand des Deutschen Werkbundes gewählt. Im folgenden Jahr fiel seine Essener Professur indes einer Sparmaßnahme zum Opfer. Nach dem Krieg wurde Burchartz 1949 erneut an die Folkwangschule berufen, wo er die Vorklasse leitete. Zugleich widmete er sich in dieser Zeit wieder intensiv der freien Kunst.

alfred ehrhardt
5 Gestalter
günter kupetz
walter gropius

burchartz | graeff
vombecker | Büro für Gestaltung | Grünewalder Berg 22 | 42103 Wuppertal s